Ein weiblicher Körper braucht eine weibliche Medizin!

von Gianna Irmisch und Dr. Beate Maul

Dancing Queens rosaIn unserer Arbeit als Ärztinnen begegnen uns Tag für Tag Frauen, die vom herrschenden medizinischen System durch geschürte Ängste und gefühlten Zeitmangel zu Entscheidungen gedrängt werden, die nicht der Stimme ihres Körpers entsprechen. Manchmal scheint es gar, als gäbe es keine Therapien, die dem weiblichen Körper wirklich gemäß sind.

Seit vielen Jahren suchen wir nach der „weiblichen Antwort“ auf Krankheiten. Unsere Suche führte uns von der Schulmedizin und Naturheilkunde durch die chinesische Krankheitslehre und Philosophie über Heiler, Schamanen und Energiemediziner hin zu Chameli Ardagh und der weiblich spirituellen Praxis. Als wir 2012 an ihrem Training zur Leitung von Frauen-Tempelgruppen teilnahmen, wurde uns innerhalb kürzester Zeit klar: hier geschieht Heilung!

 

Der Kreis der Frauen ist ein mächtiges Heilungsinstrument.

Die Begegnung und das Miteinander im Kreis in vollständiger Präsenz und getragen von Mitgefühl legt die Urkräfte der Heilung und Selbstheilung in jeder einzelnen Frau frei. Wir sind überzeugt, dass dieses Heilungsfeld weit über den individuellen Kreis hinausreicht. In diesem Feld entsteht die Medizin des Herzens.

 

Dass Krankheiten und Emotionen in beide Richtungen unmittelbar miteinander verwoben sind, wussten wir durch unsere Arbeit mit Patienten schon lange. So war es für uns auch selbstverständlich, dass die Emotionen ein wichtiger Schlüssel für Heilungsprozesse sind. Nur wie setzt Frau diesen Schlüssel ein?

Es wurde immer klarer, dass es für uns Frauen nur begrenzt heilsam ist, Emotionen zu analysieren und es uns oft auch nicht gelingt, sie rational zu „meistern“. Aus Sicht der weiblich ausgerichteten Traditionen liegt die Heilung im Verborgenen: in den Emotionen selbst – und der Weg dorthin geht über den Körper: „Dein Körper weiß schon, was du brauchst! Fühlst du Traurigkeit, so gehe mitten in die Traurigkeit hinein. Werde still und lausche. Umarme alles, was dir begegnet auf dieser Reise in Liebe und Achtung.“

Diese tiefe Einsicht in die weibliche Spiritualität war auch gleichzeitig unsere Einsicht in die „weibliche Medizin“, eine Heilkunde, die schon lange existiert, aber, wie die weibliche Spiritualität eben auch: im Verborgenen.

In der weiblichen Medizin werden Krankheiten, ähnlich wie Emotionen nicht als Feinde angesehen, sondern als Verbündete, die dich näher zu dir selbst bringen.

Sie werden nicht „bekämpft“ sondern dein Körper, dein Geist und Deine Seele werden genährt, um alles, was ist, zu integrieren. Dein Körper ist zu jedem Zeitpunkt heil und auf Selbstheilung programmiert. Je mehr wir ihn nähren, schützen und stärken und unsere Symptome umarmen, anstatt sie zu bekämpfen, desto mehr verbinden wir uns mit uns selbst und desto mehr verstehen wir, dass wir schon heil sind.
Dieser Weg bringt uns nun immer wieder zur selben Erkenntnis: Unser weiblicher Körper ist immer für uns, niemals gegen uns. Er weiß genau, was er braucht! Liebe ihn, umarme ihn und nähre ihn.

 

Bevor du Entscheidungen triffst, sei dir bewusst, dass du mitten in einem Feld von Angst stehst. Spüre immer wieder in deinen Körper hinein. Reite die Welle aus Angst und schau: Was liegt hinter der Angst? Wenn nötig, spüre immer wieder neu. Öffne dein Herz weit, umfange alles, was emporsteigt, und du wirst wissen, was er braucht. Wenn du dir alleine unsicher bist, suche dir eine liebevolle Gruppe von Frauen, eine Tempelgruppe, einen Healing Circle (Infos siehe Website) und lass dich erinnern, lass dich unterstützen und lausche, was DU jetzt brauchst, um dich heil zu fühlen. Dein Körper ist dein Tempel. Bevor du fremde Menschen über ihn bestimmen lässt, höre ihm zu. Lausche auf seine tiefen Impulse, lass dich sinken in seine Weisheit und schau, was sanft emporsteigt.

~ Gianna und Beate, www.zentrumfürweiblichkeit.de

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