So

12

Feb

2012

Tod im Mutterleib- der verlorene Zwilling

Artikel: Tod im Mutterleib

STERN - Artikel vom 15. Januar 2009 Zwillings-Trauma:

Tod im Mutterleib

Von Sylvie-Sophie Schindler

 

Vor der Geburt von Zwillingen können sich im Mutterleib wahre Dramen abspielen. Häufiger als angenommen stirbt ein Embryo, der andere überlebt. Die möglichen Folgen für das überlebende Kind: gestörtes Bindungsverhalten und ein erhöhtes Risiko für angeborene Krankheiten.

Zwillinge spüren bereits im Mutterleib, dass sie nicht alleine sind. Sie hören den Herzschlag des anderen und nehmen Kontakt zueinander auf. Was aber, wenn der Bruder oder die Schwester plötzlich nicht mehr da ist? Dass ein Zwillingskind bereits vor der Geburt stirbt, passiert häufiger als vermutet. Mediziner sprechen vom "Vanishing-Twin-Syndrom", dem "verlorenen Zwilling". Laut embryologischer Forschungen ist jede zwanzigste bis achte Schwangerschaft zu Beginn eine Mehrlingsschwangerschaft. Auch prominente Beispiele gibt es: der österreichische Sänger Falco war ein Überlebender von Drillingen und Elvis hatte einen älteren Zwillingsbruder, der bereits bei der Geburt tot war.

"Wenn ein Zwilling stirbt, lebt der andere mit der Kraft von beiden", heißt es. Andererseits sprechen Pränatalforscher von traumatischen Erfahrungen für den überlebenden Zwilling und Konsequenzen für sein späteres Bindungsverhalten. Das vorgeburtliche Drama soll auch mit einem erhöhten Risiko für angeborene Krankheiten verbunden sein. Unter anderem kann das Überlebende an Herz-, Hirn- oder Nierenschäden leiden. Durch die moderne Reproduktionsmedizin nimmt die Zahl der verlorenen Zwillinge sogar weiter zu.

Unentdeckte Zwillinge

"Das Schwierige an der Zwillingsgeschichte ist, dass sie meistens tief im Unbewussten schlummert", sagt Evelyne Steinemann, Trauma-Therapeutin aus Zürich. Die Mutter bemerke den Todeskampf inihrer Gebärmutter oft nicht. "Üblich ist bis heute, den Frauen erst im dritten Schwangerschaftsmonat die gesehene Mehrlingsschwangerschaft mitzuteilen, weil der zweite oder auch dritte Embryo vorher häufig verschwindet", sagt Steinemann. "Viele Ärzte wollen Schwangeren eventuelle Enttäuschungen ersparen." Doch häufig ahnt auch der Mediziner nichts. Bei Ultraschalluntersuchungen wird nichts von einem Abgang bemerkt, wenn der Verlust bereits vor dem ersten Ultraschall geschehen ist. Schon innerhalb weniger Wochen ist es nicht mehr möglich, den abgestorbenen Embryo im Mutterleib nachzuweisen.

Aus der Zwillingsforschung ist längst bekannt, dass Zwillinge lebenslänglich eine tiefe Bindung haben. Dass aber auch ein verlorener Zwilling weitreichende Auswirkungen auf das Leben eines Betroffenen haben kann, ist psychologisches Neuland.

(ein Teil entfernt).....

Das Berliner Therapeutenpaar Alfred und Bettina Austermann bestätigt durch seine Erfahrungen mit überlebenden Zwillingen: "Erfüllende Liebesbeziehungen sind für den alleingeborenen Zwilling oft schwierig. Die einen vermeiden Nähe, um den alten Trennungsschmerz nicht wieder zu erleben, die anderen suchen mehr Innigkeit, als ein Partner zu geben vermag." Wer einen Zwilling im Mutterleib verloren habe, sei, so das Therapeutenpaar, jedoch nicht automatisch traumatisiert: "Die emotionalen Auswirkungen durch einen verloren gegangenen Zwilling können sehr schwerwiegend sein. Sie müssen aber nicht."

Von Schuldgefühlen geplagt

Die Zürcher Therapeutin Evelyne Steinemann kennt aus ihrer Praxis noch andere Verhaltensmuster überlebender Zwillinge: "Einige versuchen für beide zu leben, um unbewusst den anderen zu ersetzen. Sie arbeiten beispielsweise für zwei." Da der überlebende Zwilling bereits eine erste Todeserfahrung und einen schweren Abschied hinter sich hat, würden ihn unbewusst oft Schuldgefühle plagen. Fragen wie "Habe ich zu viel Platz eingenommen oder habe ich zu viel Nahrung für mich beansprucht, dass das Geschwisterchen sterben musste?" seien tief im Unterbewusstsein verankert.

Manche Betroffene würden zu starken Depressionen neigen oder hätten Todessehnsucht: "Sie wollen dem Geschwisterchen folgen, das heißt, auch zu sterben, um bei ihm zu sein", sagt Steinemann. Doch die Therapeutin will aus ihren Beobachtungen keine Theorien ableiten: "Weitergehende wissenschaftliche Untersuchungen sind dringend notwendig. Gerade im Hinblick auf die vermehrt in Anspruch genommene Reproduktionsmedizin." Da bei einer künstlichen Befruchtung häufig mehrere Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Mehrlinge entwickeln – auch die Hormonbehandlung trägt ihren Teil dazu bei.

Der amerikanische Forscher David Chamberlain hat in Untersuchungen aus dem Jahr 1998 im Ultraschall beobachtet, dass bereits zwei Monate alte Embryos bewusst wahrnehmen und reagieren können. Fünf Wochen nach der Einnistung, wenn der Embryo eine gewisse Größe erreicht hat, spürt er die Gegenwart des anderen sehr genau. Das Ohr ist das erste, was ein werdender Mensch ausbildet. Der Zwilling hört als erstes seinen eigenen Blutkreislauf und den des anderen, noch bevor das Herz anfängt zu schlagen. Die Geräusche seines Geschwisters sind ihm näher als die Darmgeräusche und der Herzschlag der Mutter.

Später beginnt er mit dem anderen Kontakt aufzunehmen und mit ihm zu spielen. Manche sind zärtlich zueinander, andere boxen miteinander. "Die vorgeburtlichen Spiele werden auch nach der Geburt fortgesetzt", sagt Pränatalpsychologe Ludwig Janus. "Man kann sich vorstellen, dass es nicht ohne Folgen bleibt, wenn der Spielpartner plötzlich nicht mehr da ist. Das ist ein großer Verlust auf emotionaler Ebene." Dass einem Embryo Gefühle zugestanden werden, ist übrigens nicht selbstverständlich. Noch bis in die 70er Jahre herrschte in medizinischen Kreisen die Meinung vor, Neugeborene hätten keine Gefühle. Früher auch eine beliebte These: Babys haben keine Worte, also können sie nicht denken. "Insofern gibt es auch heute noch Wissenschaftler, die daran zweifeln, dass wir uns an das erinnern können, was wir vor dem Sprechen erfahren", sagt Ludwig Janus. "Ich aber bin überzeugt: es gibt eine vorsprachliche Erinnerung."

Hohes Geburtsfehler-Risiko

Weiter ist die Forschung auf dem Gebiet der möglichen physischen Komplikationen für den überlebenden Zwilling. Studien zeigen: Ein Zehntel aller Fälle von zerebraler Kinderlähmung lassen sich auf Geburtstraumen zurückführen. Der Mediziner Peter Pharoah und seine Forschergruppe an der Universität Liverpool fanden heraus: Verbunden mit anderen Formen der Hirnschädigung beträgt die Rate der neurologischen Behinderungen 20 Prozent. Je nachdem, wann das Trauma des sterbenden Zwillings sich ereignet, etwa bei der Bildung der Organe, können auch das Herz oder die Niere beeinträchtigt werden. Das Risiko, dass Betroffene mit einem angeborenen Herzfehler oder anderen Geburtsdefekten auf die Welt kommen, ist relativ hoch.

Wie es dazu kommt, dass nur einer von beiden Zwillingen überlebt, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt beispielsweise das Fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS). Alle eineiigen, aber auch viele zweieiige Zwillinge teilen sich in der Plazenta dieselbe Blutversorgung. Beim FFTS zieht ein Zwilling dem anderen Blut ab und wächst besonders schnell. Vor einiger Zeit hätte das unter Umständen den Tod eines oder beider Kinder zur Folge gehabt. Heutzutage ist die Überlebensrate viel höher, weil sich die Früherkennung und die Möglichkeit einer Behandlung im Mutterleib enorm verbessert haben. Aus biologischer Sicht ist der vorgeburtliche Tod übrigens nichts Außergewöhnliches. Er ist, so die Annahme, das Ergebnis einer körpereigenen Qualitätskontrolle. Das heißt, der mütterliche Organismus prüft den Embryo auf genetische Anomalien. Dieser Prüfung fallen laut Schätzungen zwischen 50 bis 75 Prozent aller Schwangerschaften zum Opfer. Sie werden vorzeitig beendet, die Frau merkt meistens nichts davon.

Manchmal bleiben Spuren zurück

Wohin aber verschwindet der tote Zwilling? In manchen Fällen bleiben keine Spuren zurück – dann, wenn der abgestorbene Zwilling vom Körper der Mutter zersetzt und in den Körperkreislauf wieder aufgenommen wird oder wenn es zu einer unbemerkten Fehlgeburt mit geringen bis gar keinen Symptomen kommt. Wenn Spuren zurückbleiben, werden sie den Müttern meistens verschwiegen: Es gibt Föten, die wie versteinert im Mutterkuchen eingewachsen sind, so dass dann ein Kind lebend zur Welt kommt und kurz danach noch ein verhärteter Klumpen. Dann gibt es den so genannten "Fetus papyracaeus" - das ist der in der Schwangerschaft gestorbene Zwilling, dessen Körperwasser von der Mutter wieder aufgenommen wurde und der platt gedrückt, beinahe wie ein Blatt Papier, in der Gebärmutter liegt und bei der Geburt mit herauskommt. Manchmal enthält die Nachgeburt mehrere Plazenten – pro Mutterkuchen gab es mindestens ein Kind. In den Plazenten finden sich dann unter anderem Haar- oder andere Gewebespuren eines "Vanishing Twin".

Manchmal bleibt etwas vom verlorenen Zwilling in seiner Schwester oder in seinem Bruder zurück: Dann, wenn der überlebende Zwilling Spuren von embryonalem Gewebe in sich trägt. Oder wenn – was extrem selten vorkommt – sich ein Zwilling im Körper des anderen einnistet. Im Jahr 2003 wurde der Fall eines siebenjährigen Jungen aus Kasachstan bekannt, der wegen eines Tumors ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Doch die Ärzte stellten fest: Er trug den Fötus seines Zwillingsbruders im Bauch.

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Kommentare: 84
  • #1

    Julia (Sonntag, 25 November 2012 03:16)

    Hallo.
    Ich hatte auch einen "Vanishing-Twin".
    Hab also einen Zwilling verloren.
    Bis vor einem Jahr kam ich gut damit klar, war halt so und es änderte sich auch nichts bei mir, nur weil ich eigentlich ein Zwilling hätte sein sollen.
    Ich hab sogar darüber gescherzt.

    Jetzt allerdings hab ich eine Art Persönlichkeitsstörung.
    Es ist als wäre mein Zwillingsbruder als zweite Persönlichkeit in mir existent.
    Ich nehme ihn bewusst war.
    Es ist als hätte er seine eigene Vergangenheit, als hätte er gelebt, nur eben nicht hier. Und ich kann irgendwie mit ihm reden.

    Ich weiß wie verrückt das ist und ich fühle mich komisch, wenn ich davon erzähle, weil ich weiß das es total gestört ist.


    Ich würde gern mit irgendwem darüber reden, weiß aber nicht mit wem.
    Ich bin bei einem Psychotherapeuten, der scheint das aber irgendwie nicht zu verstehen.
    Gibt es Therapeuten, speziell für sowas?
    Speziell für solche Zwillingsangelegenheiten?

  • #2

    Catarina Skirecki (Dienstag, 04 Dezember 2012 18:35)

    Liebe jUlia,

    du kannst gerne mit mir Kontakt aufnehmen. Ich kenne, das , wovon du schreibst aus meiner Aufstellungsarbeit.

    Alles liebe
    Catarina

  • #3

    Fanja (Sonntag, 28 April 2013 15:52)

    Ich habe von dem Buch,der verlorene Zwilling gehört.es hat mich sehr berührt.gerne möchte ich mein Erlebnisse mit euch teilen. Grüße fanja

  • #4

    Christian (Mittwoch, 15 Mai 2013 22:26)

    hallo

    auch ich habe meinen Zwilling "verloren". Er starb vor mir, und als man genau nachsah ob er wirklich tot ist, hat man mich erst entdeckt. Ich war wegen einiger unschönen Gedanken schon in stationärer psychatrischer Behandlung, Diagnose: Anpassungsstörung und "shizotype Störung mit psychotischer Prodromie" (keine ahnung was das heisst"), aber auf jedenfall kann ich die beschriebenen Symptome teilweise auch an mir finden, bzw ist es auch schon vorgekommen das ich Nachts aufgewacht bin und einfach wusste das ich nicht alleine bin.

    Insofern, liebe Julia, haben wir beide einen Sprung in der Schüssel (aber der lässt ja bekanntlich Licht durch).

    Als ich eben diesen Artikel gelesen habe, sind mir ein wenig die Tränen gekommen, da ich zum ersten mal etwas darüber erfahren habe und mich selbst nun ein wenig besser verstehen kann.

    Vielen Dank dafür!

  • #5

    casey (Mittwoch, 22 Mai 2013 03:18)

    Hi ich bin 16 ich hab auch ein zwelling verloren und die folgen allgemein bis heute... Adhs aggressionen deppressionen usw trichterbrust herzfehler usw... Und hab kein spass am leben und lache nie ernst :( ich hasse alles... Jz will man mich ich ein antiaggressionstrainig therapie und zum psychologe schicken... Und ich sammel in mir immer mehr aggressionen an das sich jeder sorgen macht das wenn ich mein ausraster hab nen amoklauf starte selbstmord mache oder jeden zsm schlage was kann ich tuhn ? :(.und schule verkack ich immer alle feacher "nicht festellbar" :( was soll ich machen ? :/ :(

  • #6

    Gaby (Mittwoch, 22 Mai 2013 13:12)

    ich habe gestern bei einer Reikibehandlung erfahren das meine Zwillingsschwester wohl in der 2. SSW abgestorben ist und das ich wohl noch immer mit ihr in Verbindung bin (52 Jahre)Es soll der Auslöser für eine Magersucht, Depressionen und Angststörungen sein. Persönlicher Kontakt unter E-Mail: gaby0208@gmx.net

  • #7

    diana w (Mittwoch, 05 Juni 2013 13:53)

    heute ist unser geburtstag mir geht es wie euch meine schwester hat bis zu unserer geburt gelebt ist dabei verstorben ich habe oft das gefühl es fehlt mir etwas und ich bin schuld

  • #8

    Dani (Mittwoch, 12 Juni 2013 11:30)

    Ich habe erst vor 3 Wochen von der Zwillingsthematik erfahren und war sofort wie elektrisiert. Das Buch "gesucht: mein verlorener Zwilling" war wie eine Offenbarung für mich....so viele meiner Beziehungsschwierigkeiten fand ich darin als typische Symptomatik beschrieben.
    Endgültig klar wurde es allerdings durch die Teilnahme an einem Seminar von Bettina und Alfred Austermann.....ich bin sogar überlebender Drilling.
    Natürlich hat das alles mich in den vergangenen Wochen sehr aufgewühlt, aber gleichzeitig habe ich auch so etwas wie eine nie dagewesene innere Ruhe gefunden...so als, sei ich endlich angekommen.
    U.a. auch deshalb , weil ich nun viel mehr Verständnis für meine früheren Aggressionsregulationsstörungen habe. In mir muss ja ein heilloses Durcheinander von Wunsch nach Nähe und Abstoßreaktionen geherrscht haben!
    Was bin ich froh, das sich das Ganze nun seinen weg in mein Bewusstsein gebahnt hat.......wie weise ist doch unsere Seele!!

  • #9

    Angie (Dienstag, 25 Juni 2013 22:57)

    Ich habe meinen Zwilling auch schon relativ am Anfang der Schwangerschaft verloren. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke frage ich mich oft, ob das der Grund dafür ist, dass ich so bin, wie ich bin.
    Als ich noch kleiner war, habe ich mich oft nur an eine einzige Person geklammert. Zum Beispiel hatte ich in der Grundschule eine Freundin. Sie war meine einzige und wir haben alles zusammen gemacht, aber nur miteinander. Jemand anderen wollten wir nicht an uns ran lassen. Irgendwann musste sie jedoch wegziehen und ich stand ganz alleine dar, da ich ja nie etwas mit den anderen machen wollte. Es endete damit, dass ich mich dazu entschloss die zweite Klasse zu wiederholen. Doch das Phänomen, dass ich mich auf eine Person konzentriere, zieht sich noch öfter durch mein Leben.

    Oft Frage ich mich, ob es der verzweifelte Versuch ist, eine ähnliche Bindung zu erzeugen, wie ich sie mit einer Zwillingsschwester gehabt hätte.
    Noch heute fällt es mir unheimlich schwer auf Leute zuzugehen. Ich brauche oft sehr lange um mich auf eine neue Freundschaft einzulassen, von meinen nichtvorhandenen Beziehungen zum anderen Geschlecht jetzt mal abgesehen. Ich habe oft einfach das Gefühl, dass mich niemand verstehen kann. Und auch sonst fällt es mir schwer mich jemandem zu öffnen. Oft weiß ich ja nicht einmal selbst, was ich fühle oder wer ich eigentlich bin.

  • #10

    Chregi (Mittwoch, 26 Juni 2013 11:26)

    Meine Eltern haben mir erzählt, dass ich wahrscheinlich Zwilling war, aber das andere schon früh in der Schwangerschaft weg war. Aber ich hab das Gefühl, es stimmt nicht und mein Zwilling lebt. Aber wie kann ich das heraus finden? Meine Mutter ist gestorben, mein Vater hält sich an der anderen Geschichte. Aber ich hab so ein Gefühl. Was meint ihr?

  • #11

    Johannes (Sonntag, 21 Juli 2013 18:22)

    Hi habe gestern erfahren das ich auch einen Zwilling verloren habe ich fühle mich jtzt irgendwie seltsam ... kann es sein das einem diese Gefühle auch erst bewusst werden nachdem man das erfahren hat ... zuvor ist mir so etwas noch nie aufgefallen? Ich weißnicht ob ich mir das ganze jtzt bloß einbilde weil ich gerade erst davon erfahren habe ... aber ich fühle mich einfach seltsam

  • #12

    Johannes (Sonntag, 21 Juli 2013 18:24)

    Kurze Ergänzung: kann so etwas der Grund sein warum ich mich oft an eine person klammer und dieser alles erzählen will... also was ich denke was ich fühle usw. ?

  • #13

    tsewa (Montag, 29 Juli 2013 18:07)

    Lieber Johannes,

    das kann genau der Grund sein. Wenn man eine Geschichte mit einem verlorenen Zwilling hat, bedeutet das oft, dass es zeit braucht, das Thema anzunehmen und vorallem auch Zeit brauch, den Zwilling in sein Herz zu lassen, um ihn dann auch irgendwann später wieder ziehen zu lassen. Der zwilling ist soetwas wie die erste "Große Liebe" und der Verlust kann eine sehr tiefe Wunde hinterlassen. Das muß man wissen und sich selbst Zeit geben zur Heilung.
    Aufstellungen können dabei sehr hilfreich sen.

    Alles Gute
    Catarina

  • #14

    Lisa (Donnerstag, 01 August 2013 20:15)

    Liebe Catarina,

    ich habe heute gegoogelt, dass ich im Mutterleib fast gestorben wäre und fand diese Seite.
    Von einem Zwilling weiß ich nichts. Die "Bindungssymptome" passen aber.
    Vielleicht hat sich die Nabelschnur irgendwo rumgewickelt und ich habe zu wenig Sauerstoff bekommen. Das Gefühl zu ertrinken. Ich wog nur 2500 g bei der Geburt.
    Später panische Angst mit 5, als ich im Schwimmbad ins Waser springen musste.
    Das wiederholte sich mit 8, als ich zum Schwimmunterricht musste.
    Ich bin unter Wasser und bekomme keine Luft.
    Als ich 10 Jahre alt war, starb mein Vater.
    Ich musste jahrelang im Bett schlafen, in dem er starb.
    Irgendetwas entzieht mir ständig Energie, sagt eine Ärztin. Sie kennt aber niemanden, zu dem sie mich schicken kann.

    Lisa

    P.S. Könnte eine Aufstellung hilfreich sein?

  • #15

    die-kraft-des-herzens (Donnerstag, 01 August 2013 20:54)

    Liebe Lisa,

    ich denke, eine Aufstellung könnte in jedem Fall hilfreich sein. Du kannst mich gerne nächste Woche mal anrufen: 030-92372178. Wenn ich nicht erreichbar bin, sprich auf den AB und ich rufe zurück. Dann können wir besprechen, was sinnvoll ist.

    Sei herzlich gegrüßt
    Catarina

  • #16

    Muriel (Dienstag, 06 August 2013 18:19)

    Hallo. Ich habe auch meine Zwillingsschwester verloren und wäre sälber fast auch gestorben. Ich glaube sie ist wegen mir gestorben und habe riesige schuldgefühle. Ich weine sehr oft und in der schule kann ich es manchmal fast gar nicht zurückhalten. und irgendwie habe ich das gefühl dass ich sowas wie 2 Persöhnlichkeiten habe und manchmal habe ich sehr starke gefühle und bin gleichzeitig wütend traurig endteuscht usw. Durch einen Test im Internet habe ich herausgefunden, dass ich mittelschwere Depressionen habe. Ich habe es noch niemandem erzählt und habe dies auch nicht vor. Aber ich würde wirklich gern mit jemandem darüber reden (bzw. Mailen), der dieses Problem auch hat.

  • #17

    Romy (Freitag, 06 September 2013 14:24)

    Habe gestern eine Aufstellung machen lassen, da ich seit 20 Jahren an einer Essstörung leide (atypische Anorexie). Ich komme nicht davon los - klammere an der Krankheit und habe oft das Gefühl, mich zieht es zum Tod. Beziehungen und Nähe fallen mir schon immer schwer. Habe erfahren, dass ich die Überlebende von Drillingen bin. Fühle mich heute seltsam - aber alles macht jetzt irgendwie Sinn: Ich darf nicht nehmen (essen), sonst habt ihr nichts ....Würde mich sehr freuen, mich mit jemanden austauschen zu können, der wegen dieses Dramas auch an einer Essstörung leidet.

  • #18

    Christina Diggance (Freitag, 22 November 2013 12:01)

    Nach einer 47 jährigen Odysse habe ich gestern erfahren, dass ich ein überlebender Zwilling bin. Meine gesundheitlichen Probleme, mein beziehungsverhalten und mein allgemeines In-Der-Welt- Stehen - oder vielmehr Nicht-Stehen - machen nun auf einmal Sinn.
    Ich schwebe seit gestern zwischen purer Freude - endlich meinen verlorenen Teil wieder gefunden zu haben - und dem Gefühl des Verlassenseins.
    Morgen mach' ich eine Aufstellung...Ich bin gespannt.

  • #19

    Muriel(; (Samstag, 07 Dezember 2013 19:23)

    Ich hätte auch einen Zwilling gehabt, der schon sehr früh gestorben ist. Aber ich habe keine Probleme bzw. Schuldgefühle usw. Jedoch ist es schon komisch, wenn man so denkt "ich hätte eine Schwester bzw. einen Bruder gehabt.."

  • #20

    kim (Samstag, 04 Januar 2014 03:34)

    noch jmd wach?
    ich brauch jmd um darüber zu reden.
    ich habe nie wirklich eine antwort drauf bekommen
    außer '' Ja bestimmt, vllt, kann sein, mit sicherheit,
    aber ich denke meine mutter weiß es genau will es mir nur nicht sagen. ich denke das schon die ganze zeit da ich auch dem entsprechend Prob. hab aber zuhause brauch ich mit dem thema zuhause nicht anzufangen ( aber ich weiß das meine eltern das auf keinen fall nicht böse meinen!!!! )

  • #21

    anja (Donnerstag, 06 Februar 2014 12:52)

    es fehlt immer "etwas", nie bin ich komplett......immer auf der suche nach "etwas".
    meine zwillingsschwester hat sich im 9.schwangerschaftsmonat mit der nabelschnur erhängt !
    damals dachte man noch das zwillinge immer SO klein sind und lies und einfach mal "im Bauch" ....... aber, wir waren so so groß das der platz nicht reichte,......und so legt sich die nabelschnur um den hals meiner schwester, und sie starb! SO OFT wünsche ich mir das ich es gewesen wäre !!! man hat mir erzählt das ich sie festhielt,mindestens 4 wochen lang. 4wochen hielt ich meine tote schwester fest und wollte nicht auf die welt. erst als meine mutter extreme vergiftungsersheinungen hatte holte man uns.
    sie fehlt IMMER - und es tut auf eine sehr seltsame weise schrecklich weh !!! ich wünsche mir so oft sie wäre einfach DA - bei mir !
    im normalen leben kann man mit niemanden darüber reden, WER versteht das schon,....und so versucht man damit zu leben, irgendwie........
    ich würde mich sehr freuen, wenn es jemanden gäbe mit dem ich reden könnte, der mir vielleicht einen neuen weg zeigt, oder eine neue sichtweise :-)
    anja

  • #22

    Renate (Dienstag, 11 Februar 2014 17:50)

    Hallo zusammen!
    Ich bin auch Mehrling und habe das in Aufstellungen immer wieder als Thema gehabt. Das hat geholfen, und auch Wingwave wegen der Schuldgefühle und Panikattacken.
    Vorhin habe ich ein Video gesehen. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen, es wäre schön. Ab Minute 10 geht es um einen Zwilling, der bei einem neunjährigen Jungen energetisch immer noch vorhanden war.
    Danke Catarina für diese informative Seite und für deine Arbeit!
    Hier ist der Link:
    http://youtu.be/wC9xTq1R6EQ

    Liebe Grüße Renate

  • #23

    tsewa (Dienstag, 11 Februar 2014 19:00)

    Danke liebe Renate, auch besonders für den Link!

  • #24

    Anna (Mittwoch, 19 Februar 2014 14:48)

    Hallo, ich bin eine Mutter, die in der 39. SSW einen lebenden und einen toten Zwilling geboren hat. Das ist nun 14 Monate her. Wenn ich all das hier lese, wird mir Angst und bange um das zukünftige Seelenheil meiner Tochter. Gibt es auf dieser Welt auch allein geborene Zwillinge, denen es gut geht? Und wann und wie sollte ich meiner Tochter alles erzählen, in der Hoffnung, dass sie es versteht?

  • #25

    Kate (Montag, 24 März 2014 22:37)

    Hallo,
    Ich selbst habe bei einer Familienaufstellung auch erfahren, dass ich meinen Zwilling verloren habe. Das passt auch zu den Erzählungen meiner Mutter.
    Meine Beziehungen sind immer wieder ein Mix aus Abstand und zu viel Nähe. Die richtige Balance finde ich nicht. Es fällt mir dabei besonders schwer, die Kontrolle über Nähe und Distanz zu verlieren. Ich habe mich schon zweimal in Partner verliebt, die ich sexuell eigentlich nicht attraktiv finde. Aber doch liebe ich sie aus tiefstem Herzen und kann nicht los lassen.
    Kennt ihr die Gefühle auch?

  • #26

    Anna (Mittwoch, 26 März 2014 22:13)

    Hallo,
    mir ist nichts von einem Zwilling bekannt. Ich bin als Einzelkind aufgewachsen Als ich im kindergarten war habe ich mit mir selbst gesprochen, aber wenn die Erzieher mich fragten habe ich immer geantwortet :" wieso das ist doch meine Schwester". Seid dem ich 4 bin, bin ich wegen auffälligem verhalten und starken Depressionen seid frühstem Kindesalter bei den verschiedensten Ärzten. Ich habe immer alles was ich wollte bekommen , habe mich aber immer öfter von der Außenwelt verschlossen. dazu kommt das ich eine Abneigung gegen Leute habe die sich sehr gut mit ihren Geschwistern verstehen. Ich neige dazu mich emotional sehr stark an menschen oder Gegenstände zu binden. zudem habe ich fast jede nacht den gleichen Traum das ich ein wunderschönes Mädchen lachen höre aber nicht weiß wo es herkommt .Ich laufe in dem Traum immer weiter über eine Wiese ich weiß das es ein ziel gibt aber ich weiß nicht wo sich dieses befindet.
    habt ihr auch solche Träume?
    und könnten das Anzeichen auf einen Zwilling sein ?
    LG Anna

  • #27

    Hannes (-: (Montag, 31 März 2014 12:45)

    Hallo hallo
    Aus Erzählungen meiner Mutter habe ich schon als Kind erfahren das ich einen Zwilling gehabt hätte, bisher habe ich mich darüber eher lustig gemacht oder die anderen. Aber seitdem ich immer das Gefühl Habe das ich mich alleine fühle, immer unter Leute sein muss das ich mich wohl fühle, mich an Dinge und Beziehungen unglaublich Binde., glaube ich das irgendwas nicht stimmt. Desweiteren habe ich die Schule mehr oder weniger, aber vermutlich eher weniger erfolgreich durchlaufen, meist lag es an Machtspielchen die ich mit den Lehrern geführt habe. Kann das ein Grund sein, das ich jemanden vermisse von dem ich bewusst nichts weiß.?
    Ich bitte um Antwort auf die Fragen/ gibt es jemanden der sich ähnlich fühlt.

    Lg. Hannes

  • #28

    doreen (Freitag, 04 April 2014)

    Ich habe vor einigen jagren erfahren dass meine mum auch ein zwilling von mir veloren hat. Ich habe nicht dass gefühl dass er weg ist sondern dass ich ihn vllt inmir drin habe. Ich habe dass gefühl er ist da aber ich weis nicht wo. Vlt stimmt dass auch nicht und es exstiert auch noch nur meine eltern wollen mir nix sagen. Icg habe dass gefühl da ist irgentetwas faul

  • #29

    Iris (Dienstag, 15 April 2014 10:36)

    Ich bin Mami von 3 Erdenkinder und 1 Sternenkind. Das Sternenkind ist mit 6 Jahren tödlich verunglückt und war ein eineiiger Zwillingsbruder. Im Gegensatz zu vielen hat unser Zwilling Fotos und gemeinsame Erlebnisse mit seinem Bruder und er weiss, wen er vermisst. Er ist noch klein. (8) Bis jetzt geht es ihm mal gut mal weniger gut. Er braucht viel Körperkontakt von uns und immer wieder seine Rückzugsmöglichkeit (alleinsein). Ich hoffe, er wird ohne seinen Zwilling ein erfülltes Leben führen können. Ich würde viel dafür geben, wenn ich wüsste ob es ihm gut gehen wird. Und ich gebe auch alles, damit er trotzdem eine schöne Kindheit haben wird. Schön wäre es, wenn er später jemanden hätte, der auch seinen Zwilling verloren hat, der seine Gefühle versteht.

  • #30

    Ahrens Angela (Donnerstag, 17 April 2014 15:32)

    Hallo Ihr lieben...auch ich bin ein Überlebener Zwilling mein Bruder ist im Mutterleib verstorben.....ICH KANN NUR JEDEM EMPFEHLEN....dieses THEMA über das systemische Familienaufstellen zu verarbeiten...da lößt sich wirklich ein Knoten und dein weiteres Leben nimmt plötzlich ganz andere Formen...positive Formen an....lg Angela

  • #31

    Petra 53J (Freitag, 18 April 2014 12:47)

    Hallo,
    ich bin mittendrin in dieser Thematik. Ich hatte eine magnetische und unerfüllte (Liebes)Beziehung mit meinem Zwilling. Wurde immer wieder von ihm verlassen. Mir ging die Kraft aus und ich beendete die Beziehung auf der physischen Ebene. Das ist jetzt 2,5 Jahre her. Er fehlt mir sehr.

    In meiner Kinderwelt hatte ich eine eineiige Zwillingsschwester. Ich hab' mir gemeinsame Erlebnisse mit ihr ausgedacht. Bei ihr fühlte ich mich geborgen, sicher und mutig. Hab' keinem davon erzählt. Jetzt wissen meine Mutter und meine Tochter davon.
    Kontakt: 1960petra.pj@gmail.com

  • #32

    Petra (Samstag, 19 April 2014 02:51)

    Liebe Catarina,

    herzlichen Dank für dieses Forum. Mein Gefühl des Alleinseins löst sich. Ich hab' mich das ganze Leben nach dieser einen Beziehung, nach dieser Symbiose gesehnt. Nur eine einzige Freundin! Nur einen einzigen Partner! Ich fühle mich mit Euch Allen und Allem verbunden.

    Liebe Grüße Petra

  • #33

    Lis (Donnerstag, 24 April 2014 17:42)

    Ich weine gerade wie ein Schlosshund. Fühle mich also demnach stark betroffen. Zwillinge, das war schon immer mein Thema. Ich vermute, ich habe (m)einen in mir. Immer wenn ich in die Stimmung komme, bewusst an ihn oder sie zu denken, stelle ich mir vor, der Andere heißt Denis oder Denise und bekomme dann fast immer Gänsehaut in den Oberschenkeln. Ich habe immer dann leichte Schuldgefühle, wenn ich eins meiner Beine, während ich auf der Seite liege, über meinen Partner lege, also so als würde ich seine Hüfte oder Talille mit diesem Beinen umarmen. Vielleicht habe ich auf diese Weise (m)einen Zwilling erdrückt. Doch was Bindungen anbelangt, da bin ich übertrieben unabhängig. Kann total gut alleine sein und bin immer in irgend einer Form aktiv, wie ein Workeholics, auch wenn ich keine Arbeit habe, dann bin ich am Forschen, schreiben, malen und alles mögliche. Auch kenne ich keine Sehnsucht nach jemandem, doch zeige nie, wenn ich mich verliebt habe, als hätte ich wahnsinnige Angst davor, dass dieser nach einer Zeit mit mir Schluss machen könnte. Die Angst davor ist größer, viel größer, als etwa ein Ansatz, eine Sehnsucht nach ihm aufzubauen. Ich war immer nur mit einem Mann oder jeweils mit einem Mann zusammen gekommen, den ich nicht richtig geliebt habe, also nicht so intensiv, wie ich es eigentlich von mir kenn, dass ich es kann. Vielles, was oben von Anderen von euch berichtet wurde, trifft zu.

    Danke für diese Seite, liebe Carina und allen, die von sich erzählt haben und mich erreicht oder etwas in mir ausgelöst.
    Ich denke nun auch vermehrt über eine Familienaufstellung nach.

    Liebe Grüße
    Lis

  • #34

    Lis (Donnerstag, 24 April 2014 17:57)

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/extrem-seltenes-phaenomen-baby-traegt-toten-foetus-im-magen-a-450697.html

    Auf dieser Seite steht z. B. etwas über einen Fall, wo jemand seinen Zwilling in sich trägt oder trug. Man nennt es u. a. Foetus in foeto oder Fetus in Fetus oder Inclusio fetalis...

    Eine Ärztin sagte zu mir, als ich einmal, wie oftmals gerade immer im September Schmerzen in der Nierengegend und den Vaden hatte und andere Symptome, und in die Krankenhausambulanz ging, auch weil ich dann jeweils leichte Todesängste habe, sie würde da etwas im Bauch sehen. Ich fragte, oh oh, etwas Schlimmes? Sie sagte, nein, gar nicht so etwas, das sie kennt, ich solle mal nachgucken lassen. Habe das seitdem nicht getan. Mh...
    Und ich hätte eine besonders große Gebährmutter, sagte jemand anderes als ich noch ein Teenager war, aber immer heißt es, alles sei soweit gesund.
    Mir fällt ein, bei meiner Schwester wurden bei einer Ausschabung Haare und Fingernäge gefunden im Bauch, obwohl sie noch nie zuvor schwanger war. Aber wenn das so selten vorkommt, wie in dem Artikel steht, dann kann das doch nicht gleich zweimal in einer Familie vorkommen. Oder doch?

    Liebe Grüße
    Lis

  • #35

    Hawesch (Donnerstag, 24 April 2014 18:11)

    Bezug zu #20
    Hallo Kim, hast du mittlerweile "eine Antwort bekommen"? Oder innerhalb der Beiträge hier gefunden? Geht es dir besser? LG Lisa

  • #36

    Tilda (Mittwoch, 21 Mai 2014 21:58)

    Hallo, ich habe auch meinen Zwilling verloren. Das weiss ich von meiner Mutter. Bei der Geburt war nur noch die zweite Plazenta vorhanden. Ich habe mich nie wirklich damit befasst, aber jetzt holt mich das Thema ein. Was kann ich denn tun, um loszulassen, statt (unbewusst) nach Schuldigen zu suchen, für das was passiert ist? Wenn ich mein Leben anschaue, habe ich das Gefühl ich bin immer im Krieg. Oder genau das Gegenteil, die Suche nach der absolut heilen Welt. Vielleicht hat mir jemand einen Rat? Das wäre schön.

  • #37

    Morag (Montag, 02 Juni 2014 10:58)

    Hi,

    ich hab auch mit Bindungsproblemen zu kämpfen, ich klammere wie verrückt und fühle mich zeit meines Lebens immer einsam. Auch habe ich seit ich klein bin Trennungsangst, als Kind schon, wenn ich von der Berufswahl sprach sagte meine Mutter immer "..dann bist du ganz allein". Wenn ich zeichne sieht man - unbewusst und von mir nicht gewohllt - immer in einem Gesicht zwei (als Beispiel) und man sagt mir nach, dass ich sehr zerrissen und zerfasert erscheine. Nun habe ich mich mit einer Bekannten unterhalten und sie hat mir den Hinweis "Vanishing Twin" genannt. Da ich diverse genetische Probleme habe - die ich von meiner Mutter vererbt bekommen habe, und die mit schwangerschaftlichen Problemen in Zusammenhang gebracht werden frage ich mich gerade, ob das nicht eine Ursache sein kann....ob ich tatsächlich einen Zwilling habe. Ein Orakel, empfohlen von einer anderen Bekannten hat schon ein positives Ergebnis - ja da war jemand - ergeben. Auch bin ich immer auf der Suche nach meiner anderen Hälfte...

    Danke für die Infos, die ich hier finden konnte und hat jemand noch eine Idee, wo ich mich hinwenden kann? ich lebe in Aachen. Danke! Morag

  • #38

    Fleckle (Mittwoch, 02 Juli 2014 00:19)

    Ich war heute Mittag bei einer "WingWave"-Behandlung, damit ich endlich die Finger vom Rauchen lassen kann.
    Ob das funktioniert, bleibt abzuwarten. Jetzt - einpaar Stunden später - merke ich noch nicht, daß ich nicht mehr rauchen will!! :-(
    Das hat aber auch einen anderen Grund: Bei der Sitzung bzw. der Ursachenforschung (warum ich nicht vom rauchen lassen will) kam unerwartet ans Tageslicht, daß ich wohl nicht alleine im Bauch meiner Mutter war. Wer "WingWave" kennt, kann sich vorstellen, wie das ablief: Der Ringtest! Und der war eindeutig, als die Frage gestellt wurde, ob noch jemand bei mir war im Mutterleib. Ich war bei der Frage sehr skeptisch, weil ich dachte, was soll denn Rauchen mit der Schwangerschaft bzw. der Zeit im Mutterleib zu tun haben? Außerdem hatte und habe ich eine wunderbare Mutter und Vater. Also die haben sicher nix falsch gemacht! Aber DAS ist eben WingWave! Hier kommen Dinge ans Tageslicht, die man nicht für möglich hält. Und lügen kann man auch nicht. Denn beim Ringtest kommen die Antworten aus dem Unterbewusstein.
    Sie (meine Coacherin) hat das Thema angesprochen und ich habe darauf so heftig reagiert, daß ich in schluchzendes Heulen gefallen bin und mir in dem Moment (und die Stunden danach) klar geworden ist, daß da jemand war und mir zeitlebens jemand fehlt und ich den suche, und suche, und immer noch suche. Ich bin 45 Jahre alt, habe keine Kinder und auch meine Partnerschaften waren und sind (aktuell) so, daß es nie richtig war und ich immer wieder gegangen /oder verlassen worden bin und neu angefangen habe. Das aber mit zum Teil sehr langen Zeitspannen zwischen den Partnern. Ich tu mich unendlich schwer , mich zu trennen. Egal, sei es von einem Partner, vom rauchen, von Gewohnheiten.... etc.
    Jedenfalls bin ich jetzt so geplättet und suche seither im Netz nach diesem Phänomen, daß verlorene Zwillinge ein Trauma für's ganze Leben bedeuten können. Ich habe nächste Woche einen weiteren Termin für WingWave, um das aufzuarbeiten, und bin sehr gespannt. Nach diesen heftigen Gefühlsausbrüchen aber auch etwas ängstlich, was da noch alles ans Tageslicht kommt!!

    Das Dumme ist nur, daß das Thema "Rauchstopp" völlig in den Hintergrund gerückt ist! Ich kam aus der Sitzung heute Mittag und seither denke ich an meinen Zwillingsbruder. Ich bin mir auch sicher, es war ein Bub. Das spür ich ganz stark in mir!

    Eigentlich wäre WingWave für mich heute in einer Sitzung (gegen das Rauchen) abgeschlossen gewesen. Aber durch diese Erkenntnis und meinen Gefühlsausbruch haben wir einen weiteren Termin vereinbart.
    Ich bin gespannt, wie's nächste Woche weitergeht.
    Und ich hoffe, ich kann jetzt gleich schlafen…

    Lg Fleckle

  • #39

    Mandy (Mittwoch, 02 Juli 2014 14:40)

    Hallo,

    ich beschäftige mich seit gestern mit dem Thema und bin total aufgewühlt. Im letzten Jahr habe ich angefangen mich durch Meditation sehr viel mit mir selbst zu beschäftigen und musste feststellen, dass ich dadurch immer bekloppter wurde. Es ist als ob meine kreative, feinfühlige Seite immer stärker wird und die logische Seite verkümmert und die Masse an emotionalen Informationen nicht mehr tragen kann.

    Über meine Geburt weiß ich folgendes: meine Mum hatte Mitte der 70er eine Abtreibung in Osteuropa und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass da nicht alles zu 100% glatt gelaufen ist (zumal ich gegoogelt hab, dass es zu der Zeit in dem Land sehr schwer war legal abzutreiben, da kann man nun spekulieren...) Über meine Zeugung weiß ich nichts, ich kenne nur ein relativ spät aufgenommenes Ultraschallbild auf dem ich allein drauf bin. Ich war ein Späti, wollte mich einfach nicht umdrehen (den Grund kenn ich nicht) und dann musste man mich mit Kaiserschnitt holen. Anscheinend dachte man bis zum Schluss an Zwillinge, da der Bauch meiner Mum sehr groß war und danach noch eine große Nachgeburt entfernt wurde.

    Wenn ich lese, was Ihr hier schreibt über eurer Seelenleben kann ich mich extrem gut damit identifizieren. Ich muss mich IMMER auf eine Person fixieren, sonst komm ich absolut nicht klar. Das war im Kindesalter meine Cousine. Ich hab bevor sie kam immer Partnerlook Outfits rausgelegt und hab sie überredet die mit mir zu tragen und wenn sie gegangen ist hab ich unglaublich geweint. Das war als Kind das Tollste für mich, wenn sie da war.
    Ja und das mach ich bis heute, ich brauch immer eine Person die fest in meinem Leben ist. Mein bester Freund litt da in der Vergangenheit sehr drunter, den hab ich (ohne amouröse Gefühle) extrem eingeengt. Und wenn ich gerade niemanden hab projizier ich all meine Hoffnung auf jemand Fiktives, der ja bestimmt bald kommt (und damit mein ich auch nicht unbedingt einen Partner, sondern es könnte auch eine Freundin sein).

    Ich hab von meinen Eltern sehr sehr viel Liebe bekommen und wurde sogar sehr verwöhnt (und auch ein bisschen überfüttert).Meine Eltern haben mir schon öfter krasse Sachen verheimlicht. Meine Mum hat mich recht spät bekommen, ich habe sogar den Verdacht ich könnte ein In-Vitra Kind sein, was ja die Wahrscheinlichkeit von Zwillingen noch erhöht. Es passt alles zusammen.... Ich hab aber Angst Sie anzusprechen und die Antwort zu erhalten "Nein du warst IMMER alleine, 100%, du bist vollkommen normal!" das wäre für mich total schlimm, dass hieße ja, ich hab einfach nur ne Klatsche. Ich führe auch extrem viele Selbstgespräche, sei es laut oder im Kopf, das könnte auch ne gute Erklärung dafür sein.

    Das klingt doch alles sehr nach Vanishing Twin,oder? Ich würde mich total gerne mit jemandem austauschen, der die selben Gedanken hat!

    LG
    Mandy

  • #40

    Ramona (Freitag, 11 Juli 2014 00:33)

    Hallo mit einander.
    Ich bin hier mal wirklich Spontan auf diese Seite gekommen. Und ich muss sagen, alles was ich jetzt bis her gelesen habe trifft irgendwie auf mich zu. Als wäre es hier was auch öffters geschrieben wurde bzw berichtet wird mein Spiegelbild. Ich selbst bin ein Zwillingskind. Tja leider habe ich bis her meine große Schwester nie kennen gelernt, da sie leider nach der Geburt 10 Tage später gestorben ist. Bzw wurde es mir so erzählt. Tja ich könnte sagen alles nur Quatsch und dämlicher Aberglaube. Aber jedoch ist es so dass in mir etwas sehr tief schlummert und mir etwas fehlt! Ich habe irgendwie das gefühl meine BESTE hälfte Fehlt! - Ich fühle mich oft schuldig für das was ich mache und tue. Ich versuche immer Perfekt zu sein, aber mir gelingt nie etwas. Selbst meine Eltern, Verwandtschaften und ja sogar mein Freund den ich überalles Liebe sagen jedes mal zu mir das ich mal so und mal so bin. Halt irgendwie komisch! Ehlich manchesmal Nervt es mich selbst... Etwas habe ich durch mein Freund gelernt, das ich ich sein kann, aber trotzdem bin ich manchesmal dann aber nicht der Engel sondern wieder der Teufel.

  • #41

    Melanie (Freitag, 11 Juli 2014 22:46)

    Liebe Anna (Eintrag 24)
    Ich bin ebenfalls Mutter und habe einen Zwilling verloren.
    Meine Tochter verstarb in der 28 SSW in meinem Bauch.In der 32 SSW habe ich dann meine zweite Tochter zur Welt gebracht.
    Ich hatte also 4 Wochen lang ein lebendes und ein totes Baby in mir.
    Ich bin auf der Suche nach Frauen die das gleiche Schicksal teilen.
    Ich würde mich sehr gerne darüber mit jemandem unterhalten.
    Ich schreibe jetzt einfach mal meine e-Mail Adresse auf
    Ertel.melanie@googlemail.com

  • #42

    sabine (Samstag, 12 Juli 2014 22:19)

    ein leben lang hatte ich mir einen großen bruder gewünscht. seit montag weiß ich auch, das es so war...mein gefühl hat mich also nicht betrogen.
    26 jahre therapie mit klinikaufenthalten...zwei ärztlich diagnostizierte persönlichkeitsstörungen(mir ist es jetzt klar)die mich zeitlebens sehr belasteten.ich war nicht ich, doch wer bin ich?ist jetzt vielleicht noch zu früh. das an eine person ran hängen kenne ich auch sehr gut, und zwar so lange bis ich sie quasi emotional umgebracht/abgetrieben habe...ah da kommt mir gerade in den sinn so wie ich emotional umgebracht worden bin durch meine traumatisierten eltern. es ist alles andere als schön von der eigenen mutter/vater von klein auf hören zu müssen du bist komisch. unverständniss für mein verhalten, die selbstbestimmung-autonomie regelung außer kraft gesetzt.
    deshalb wollte ich nie eigene kinder,weil ich ihnen das leid das ich selber erlitten habe ersparen wollte.
    durch kinesiologie, energetische arbeit und autonomie coaching hat sich einiges bewegt, und bewegt sich noch. und ich wünsche es mir sehr, das ich meine hart erkämpfte(weil ich anders bin/war als andere und im kurs überlebt habe, trotz öfteren rausfallen im sozialen) ausbildung zur matrix in balance kinesiologin und das energetische heilen mehr raum in meinem leben einnehmen und ich anderen menschen helfen darf.

  • #43

    Kiara13 (Samstag, 26 Juli 2014 15:48)

    Hallo
    ich hab schon immer dieses Gefühl gehabt, als wär ich irgendwie nur halb... Es ist schwer zu beschreiben...
    Die Symptome passen alle haargenau, was mich einfach komplett verwirrt.
    Gibt es irgendeine Möglichkeit rauszufinden ob ich ein Zwilling bin? Und ob der/die Andere vielleicht sogar noch lebt? Meine Eltern/Familie sprechen nicht darüber oder sagen nur, dass das nicht sein kann... Hab aber dennoch meine Zweiel, da keine Babyfotos und auch keine Geburtsurkunde von mir vorhanden ist..
    Danke für Antworten

  • #44

    Shino (Freitag, 05 September 2014 10:45)

    Liebe Halblinge - ich wusste intuitiv, dass ich ein Ganzling war, aber als Halbling geboren wurde. Habe deshalb als kleines Mädchen schon mit meinem nicht anwesenden Zwillingsbruder gesprochen und mache dies bis zum heutigen Tage nicht anders, denn dieser Kontakt hält mich am Leben. Ich schenke ihm meine Augen, damit er durch sie diese Welt sehen kann, obwohl ich schwer kurzsichtig bin... Bin mit angeborenen Herzfehler auf dieser Welt gelandet, vor zwei Jahren eine künstliche Herzklappe eingesetzt bekommen. Habe seit Kindheit Panikattacken, schwere Depressionen u.v.m. Meine Eltern waren der Meinung, ich sei psychisch krank, weil ich mit jemanden rede, der nicht anwesend-existent ist. Ich habe meinem Bruder als Kind schon einen Namen gegeben. Ich bin mit ihm mehr verbunden, als ich es jemals mit einem anderen Wesen sein könnte, aber ich zerbreche oftmals unter dem Schmerz der wahrgenommen Trennung. Ich habe erst vor kurzem gesehen, dass es im Netz dazu so viel wichtiges Infomaterial gibt. Meine damalige Traumatherapeutin hat meinen Bruder zwar begrüßt, nachdem sie gefragt hat, ob er auch anwesend wäre und ich das bejaht habe, aber sie war der Meinung, dass wäre ich selbst, sozusagen eine Abspaltung von mir. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht definitiv, dass er nicht nur mein seelischer, sondern auch mein vorgeburtlicher Zwilling war. Ich habe mich nie von jemandem verstanden gefühlt, sondern mitunter geglaubt, ich wäre paranoid oder schizoid, trotz mehrjähriger Therapiearbeit. Es tut gut, hier von Menschen zu lesen, die teilweise ähnliche Erfahrungen
    gemacht haben. Bin dankbar dafür, sehr, sehr dankbar. Gute Wünsche an alle, die hier schrieben. Und danke, dass ich hier schreiben durfte.

  • #45

    Dan (Mittwoch, 10 September 2014 23:55)

    Hallo alle zusammen. .
    Meine mutter hatte mir vor nicht so langer zeit erzählt das uch einen zwilling hatte, der aber sehr früh schon gestorben ist. .
    Aber man wusste das es zweieig ist.
    Erst dachte ich mhhh aber dann gab ich angefangen mehr darüber nach zu denken und komme immer uns grübeln was wäre wen usw.
    Als ich kleib war hab ich gerne kleider angezogen und mit barbies gespielt.. ist das ein hinweis auf eine persönlichleitsstörung oder das ich irgendetwas verarbeitet hab..??
    Dann hatte ich eine zeit lang schlaf störungen und habe bis heute noch keine richtige beziehung gehabt..
    Es fällt mir auch immer sehr schwer neue leute kennen zu lernen, aber nach einer weile fühl ich mich wohl bei neuen freunden.. aber manchmal merken sie das ich von einem moment auf den anderen ganz ruhig und anders werde. .
    Ich habe einer guten freundin mal erzählt das ich eigentlich ein zwilling wäre.. und da meinte sie nur das dies einiges erklären würde.. ( wegen plötzlicher stimmungsschwankung)
    Ich beginne immer mehr daran zu denken und fühle mich oft allein und antriebslos..
    Was kann ich dagegen tun. .?? Danke für antworten meldet euch unter.. daddi94@gmx.de

  • #46

    Ruth (Donnerstag, 06 November 2014 19:09)

    Ich hatte offensichtlich einen Zwilling bis kurz vor meiner Geburt bei mir. Meine Mutter erzählte mir immer wieder, dass die Ärzte 2 kindliche Herztöne gehört haben und ihr Zwillinge mitgeteilt haben. Kurz vor Ende der Schwangerschaft hat man sie geröntgt (ja, das war so Mitte der 50iger Jahre in der DDR) und ihr gesagt, es sei doch nur ein Kind. Bei der Geburt hat sie kurz vor der Austreibungsphase Vollnarkose bekommen - nie erfahren warum - und dann war ich da, und meine Mutter war glücklich. Bei einer Sitzung Psychokinesiologie kam dann raus, dass ich nicht allein war.
    Beziehungen zu Männern funktionieren nicht. Auf der einen Seite habe ich gewisse Bindungsängste, auf der anderen Seite habe ich wohl ein zu großes Bedürfnis nach Nähe, wenn ich einen Partner habe.
    Ich gerate immer wieder in Situationen, die so aussehen, als würde ich 2 Leben führen und kann mich dann auch nicht entscheiden, z.b. Wohnung in der Stadt - Haus im Grünen, ich möchte diese Arbeit machen aber auch gleichzeitig was ganz anderes.
    Babies haben eine unglaubliche Anziehung für mich. Man sagt mir nach, dass ich in jeden Kinderwagen geschaut haben seit ich laufen konnte. Und das mache ich heute noch. Da ich auch sehr gut mit kleinen Kindern umgehen kann, bin ich sehr beliebt als Ersatzmama. Man vertraut mir auch schon die ganz ganz Kleinen an. Vielleicht suche ich den den Babies immer noch mein Zwillingsgeschwister? Da mir jetzt ein Coach, der mich beruflich unterstützen sollte, sagte, mir würde die Klarheit fehlen, bin ich nun doch entschlossen mal eine Familienaufstellung zu dem Thema zu machen. Ich habe irgendwo gelesen, dass das ganz spezielle Aufstellungen sind, und die verlorenen Zwillinge sonst nicht auftauchen. Ist das richtig?
    Viele Grüße
    Ruth

  • #47

    tsewa (Freitag, 07 November 2014 19:07)

    Liebe Ruth,

    Es ist keine besondere Aufstellungsform nötig, aber ein erfahrener Aufsteller. Du kannst dich gerne bei mir melden, wenn du das Thema anschauen möchtest.

    Herzlich
    Catarina

  • #48

    Steffi (Samstag, 08 November 2014 19:39)

    Hallo Ihr Lieben,

    schon vor einigen Jahren wurde mir bei so einer "ich-befrag-Dein-Unterbewusstsein-Sitzung" (ich weiß nicht, wie sowas heißt) festgestellt, dass ich einen Zwilling gehabt haben soll - faszinierend finde ich dabei, dass ich als ich klein war IMMER steif und fest behauptete, ich habe eine eineiige Zwillingsschwester - was natürlich niemand ernst nahm.

    Als dies festgestellt wurde und ich meiner Ma davon erzählte, hat diese die ganze Nacht durchgeweint und hatte das Gefühl gerade ihr Kind (also meine Zwillingsschwester) verloren zu haben.

    Mich hat das damals zwar schon sehr berührt - aber ich gebe zu - wirklich ernst genommen habe ich all das nicht.

    Bis gestern!!!! Ich leide seit meiner Kindheit an unerklärlichen Kopfschmerzen - bin aber hart im Nehmen und hab diese dann halt ertragen. Seit einem Jahr aber gehe ich zu einem Osteopathen in Behandlung. Haben dort viele spannende Dinge herausgefunden - zum Beispiel, dass ich mir eine Mauer gebaut habe - aber nicht eine, um mich herum - sondern um alle anderen und das Leben und habe mich selber damit von allem ausgeschlossen und stehe in der weiten Einsamkeit.

    Aber - wir stießen immer und immer wieder an meine Grenzen - er erfuhr einige wenige Dinge und dann war es da wieder - ich blockierte VÖLLIG (da war ich immer schon verdammt gut drin)

    Bei meiner Sitzung gestern ist aber etwas passiert - die Kopfschmerzen haben wir quasi "vertrieben" und dabei kam es hoch - meine Schwester!!!!! Ich spürte diesmal, dass an dieser Geschichte iwas dran sein muss.

    Habe dann mal ein wenig im www herumgestöbert und so langsam aber sicher machen all meine Verhaltensweisen Sinn.

    Erkenne mich in vielem, was ich so lese wieder - "Du bist mal so und mal so" - "was stimmt nicht mir dir" - "ich bin auch absolut nicht bindungsfähig - kommt mir wer zu nah - bin ich weg - ohne ein wort" - "dieses ständige Gefühl der Einsamkeit" und und und

    Ich wäre sehr sehr sehr interessiert an Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen - finde das Thema irre spannend und hoffe darauf, dass ich einen Weg finde - meine innere Ruhe trotz diesem Verlust finden zu können und endlich ein glückliches Leben führen zu können.

    Ich lasse daher mal eine Mail-Addi hier schwiegersohngesucht@gmail.com

    Freue mich darauf mehr über das Thema zu erfahren, Hilfe zu finden und Leidensgenossen :)

  • #49

    Anna (Sonntag, 28 Dezember 2014 01:07)

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin erst 14 und verhalte mich seit geraumer Zeit (ca. halbes Jahr) depressiv. Ich habe auch meinen Zwilling früh verloren. Meine Depressionen konnte ich nie erklären, b is heute! Ich sah durch Zufall ein mit diesem Thema zusammenhängendes Video und plötzlich kam mir die "Erleuchtung". Ich stöberte im Internet und fand dann das hier. Es passt einfach alles zusammen. Ich habe Verhaltensstörungen und Bindungsprobleme, d.h. klammere mich meistens nur an eine Person und lasse dann keinen mehr 'rein'. Jetzt bin ich mir endgültig sicher, dass ich zwei Persönlichkeiten besitze. IEinerseits liebe ich das allein sein, andererseits habe ich furchtbare Angst davor, weil ich dann erst merke wie allein und einsam ich bin. Ich bin froh dass ich jetzt den Grund dafür gefunden habe ( davon gehe ich zumindest aus). Danke dafür :-)

  • #50

    mia (Samstag, 03 Januar 2015 17:30)

    Hallo!

  • #51

    Tess (Sonntag, 05 April 2015 20:18)

    Hallo !
    Ich bin nun 11 Jahre alt und habe vor ein paar Wochen "erfahren" dass ich einen Zwilling "hatte".Und das nur per Zufall...Ich habe ein Tagebuch aus der Schwangerschaft von meiner Mutter gefunden indem stand dass mein Zwilling in einem Kinderheim wäre,aber letztens als ich endlich etwas wissen wollte sagte sie mein Zwilling sei wirklich in einem Kinderheim sei.Kurz darauf suche ich Kinderheime im Internet aus und als sie meine Merkwürdichkeit bemerkte änderte sie wieder ihre Meinung und sagte dass sie mich nich traurig sehen wollte.Nun weiß ich nicht mehr was ich glauben soll,ich fand nichts im Internet also konnte sie nur recht haben,aber meine mutter sagte mir ja auch dass er in einem Kinderheim sei.Ich weßt nicht mehr was ich glauben soll,die Anzeichen dass ich meinen Zwilling verloren hab sind da...Daher war es der Moment der Erlösung als ich sah dass es auch Mädchen in ungefähr meinem Alter so etwas erlebt haben .

    Danke dafür...

  • #52

    Jule (Freitag, 10 April 2015 13:22)

    Liebe community,
    ich habe mit ca 10 Jahren erfahren, dass ich eigentlich ein Drilling bin. Das erste ist jedoch schon früh im Mutterleib abgestorben, das zweite erst im fünften Monat. Ich habe mich lange nicht mit diesem Thema beschäftigt, aber neuerdings finde ich Interesse daran. Jedoch kann ich mich nicht mit den angegeben Symptomen identifizieren. Ich habe keine körperlichen Einschränkungen und psychisch ist, soweit ich weiß, nichts merkwürdig. Mein Problem ist jetzt jedoch, dass ich oft darüber nachdenke und krampfhaft nach Fehlern an mir suche und sie mir dann auch einrede. Ich meine, ich denke mir , dass es ja kaum sein kann , dass man gar keine Mängel bei mir finden kann. Vielleicht geht es wem genau so?
    LG, Jule

  • #53

    Gabi (Freitag, 24 April 2015 18:41)

    Ich bin 60 Jahre mittlerweile und habe Zeit meiines Lebens das Gefühl, ich muss für 2 leben. Ich fühle mich oft schuldig, habe x unglückliche Beziehungen hinter mir, habe in einer Familienaufstellung Kontakt zu meiner toten Zwillingsschwester aufgenommen, habe sie vor ein paar Jahren sie in Freiburg auf dem Friedhof besucht, wo sie wohl unbeaknnt in dem sarg eines fremden begraben wurde, Sie ist ein paar Tage vor der Geburt gestorben, hat sich an der Nabelschnur erhängt.Sie lag vor mir, die Geburt war sehr schwer und ich habe das ganze überlebt.
    Eben kome ich von meiner Mutter, die mir sagte völlig emotonslos: sie hätte jeden tag gebetet, daß nur ein Kind geboren wird, weil sie das Gefühl gehbat hätte, sie schaffe es nicht mit zwein. Gott hätte sie erhört und es wäre so gekommen. Ich heule seit Stunden, trauere, weiß, daß ich mein ganzes Leben schon um meine Schwester trauere, um die anscheinend niemand getrauert hat.Ich fühle mich gra völlig kraftlos

  • #54

    Nia (Montag, 06 Juli 2015 21:44)

    Ich habe auch sehr früh meinen zwilling verloren. Manchmal habe ich dieses mischung aus unglaublicher Sehnsucht und Schuld. Ich konnte es früher immer nicht einordnen. Meine Mutter hat mir, erst als ich 9 war, von meinem Zwilling erzählt. Als ich diesen Eintrag gelesen habe, wurde mir einiges klar. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür das ich mich so sehr an meinen großen Bruder klammere. Ich denke ich projiziere meine Verbindung zu meinen Zwilling auf ihn. Doch ihm macht das nichts aus, er mag es sogar. Er sagt immer 'Ich hab schließlich 16 Jahre auf ein Geschwisterchen gewartet. Ich mag dich so wie du bist. Da macht mir das nichts aus.'

  • #55

    Klara (Samstag, 25 Juli 2015 14:34)

    Ich hab heute mal wieder aus Langeweile in der Gegend herum gegoogelt. Und irgendwann fiel mir wieder mein Zwilling ein. Also habe ich nach zweieiigen Zwillingen gesucht bei denen einer ein Fehlgeburt war. Ich kam auf diesen Beitrag und musste weinen. Ich bin 16 Jahre alt und eigentlich mein ganzes Leben hochgradig aggressiv. Ich bin mit einer Depression und Selbstmordgedanken aufgewachsen und das 1 Jahr in dem ich frei war fühlte ich mich so schrecklich wie noch nie. Ich hab meine Kindheit lang immer das Gefühl gehabt, nicht vollständig zu sein. Dass ich niemals ganz sein kann. Egal was ich tue. Eines abends (ich weiß nicht mehr wie alt ich da war, aber irgendwas zwischen 8 und 10) habe ich mich in meiner Verzweiflung meiner Mutter anvertraut und ihr erzählt wie schrecklich ich mich fühle. Meine Mutter sackte auf dem Stuhl zusammen, starrte mich an und hauchte: "dann gibt es das also doch..." Ich fragte sie was sie meine und sie ging auf diese Verbindung zwischen Zwillingen ein. Dann erzählte sie mir, dass sie am Anfang der Schwangerschaft mit mir starke Blutungen hatte. Ein Arzt sagte ihr später, dass das vermutlich von einer Fehlgeburt eines zweieiigen Zwillings her rührte und dass ich diesem Zwilling die Nährstoffe genommen habe. Ich habe also Ole (so hätte er gehießen wäre er ein Junge geworden) oder Merle (bei einem Mädchen) getötet. An meiner ersten besten Freundin habe ich geklammert. Wir waren 3 als sie wegzog und ich sie nie wieder sah. Ich überraschte alle damit dass ich mich noch an Isabell erinnerte. Als ich sie einmal zu meinem 7. Geburtstag einlud, lachte sie mich aus... Sie hatte vergessen wer ich war. An meiner zweiten besten Freundin klammere ich bis heute. Es hat sich schon gebessert. Früher war ich immer eifersüchtig und wollte sie mit niemandem teilen. Mittlerweile akzeptiere ich es dass sie auch andere Freunde hat. Mein Freund muss auch unter mir leiden... Denn obwohl ich ohne ihn nicht mehr atmen kann, schaffe ich es nicht ihm zu sagen wie sehr ich ihn liebe. Ich habe Angst verletzt und verlassen zu werden. Bis heute dachte ich immer ich bin einfach nur ein gestörter Mensch, doch dank dieses Artikels glaube ich dass es einfach alles an dem Verlust von Ole/Merle liegt.

  • #56

    Malu2003 (Dienstag, 28 Juli 2015 18:59)

    Hallo,
    ich wäre eigentlixh ein Drilling geworden,aber meine Geschwisterchen sind leider beide noch im Mutterleib gestorben.
    Ich weiß nicht ob das normal ist,aber wenn ich darüber nachdenke werde ich traurig und ich stelle mir manchmal vor,wie es wäre,wenn die beiden überlebt hätten.
    Manchmal,wenn ich abends mit meiner ganzen Familie einen Film gucke,passiert es mir das ich zur seite gucke inder vollen Überzeugung,dass da jemand fehlt,der eigentlich neben mir oder meinen Eltern sitzen sollte.

    Liegt das daran dass ich die einzige Überlebende bin?

    Denn ich bin gerade erst 16 geworden und habe extrem starke Sehnsucht nach dieser Person/diesen Personen und habe bisher noch niemenden der mir nahe steht verloren.

    Dank diesem Artikel und den Kommentaren denke ich jetzt allerdings,dass mein Unterbewusstsein versucht mir mitzuteilen,dass da jemand fehlt der da sein sollte.

  • #57

    j.j.c.v. (Freitag, 14 August 2015 23:07)

    Hallo zusammen,
    Ich wusste bis vor kurzem nichts von der zwillingsgeschichte...jedoch suche ich nun schon seit 29 jahren nach etwas das ich nirgends finde.. ja ich habe richtig sehnsucht nach etwas jemandem und werde nicht fündig. ich fühle mich einsam und leer. Leide unter depression und war bereits in einer klinik wegen suizidgefahr.. verstanden hat mich bisher keiner der psychiather wonach ich den suche... Und welcher teil mir denn fehlen würde..
    Dann kam die sache mit dem vanish twin. Ich hab das gelesen und mir liefen sofort die tränen.. habe meine mutter darauf angesprochen und sie sagte, es tut mir leid ich bin dir eine erklärung schuldig setz dich bitte hin.. ihr kamen sogleich die tränen und ich wusste was sache ist.. wir waren einmal 2 und dann nurnoch ich...
    Ich werde wahrscheinlich im leben niemals glucklich.. werde immer vermissen was ich nirgends finden kann.. meine halbe seele fehlt, und die ärzte wissen nicht besseres als zu sagen ich sei psychisch krank.
    Ja ich bin einer von denen die richtig darunter leiden.
    Ich wünsche das keinem anderen auf der welt

  • #58

    Chalin, 28 J. (Donnerstag, 20 August 2015 14:48)

    Brainstorming:
    Seit ich 14 bin, weiß ich dass ich eigentlich einen Zwilling gehabt hätte. Vor ein paar Tagen habe ich von meinen Eltern erfahren, dass mein Vater sogar die 2. Plazenta gesehen hat, die ihm der Arzt bei meiner Geburt gezeigt hat...nun denn...Fakt ist, dass ich nach diesen Einträgen nun hier total am weinen bin...Ich war immer schon sehr harmoniebedürftig und mache mir nach wie vor soviele Gedanken, was andere von mir halten...Ich habe seit 4 Jahren heftige Schlafstörungen und wache nachts panisch auf ( Schlafstörungen hatte ich aber auch wohl öfters als Kind, da habe ich immer geträumt, dass mich jemand kiddnappt und im Fluss/ Bach ertränkt)...Zudem habe ich nun als Erwachsene ein paar Zwangsstörungen und auch große Ängste ( Angst vor dem Tod, Angst vor dem Tauchen /unter Wasser gedrückt zu werden u. dann keine Luft mehr zu bekommen, Angst andere Menschen zu verlieren, Angst nicht den anderen Menschen gerecht werden zu können etc.) Komischerweise wünsche ich mir selber so gerne Zwillinge...am liebsten einen Jungen und ein Mädchen....ob ich wohl selber einen Bruder als Zwilling gehabt hätte??? Fakt ist, dass ich früher als Kind super gerne neben Barbies auch mit Autos gespielt habe und super gerne mit meinem großen Bruder( 8 Jahre älter) gespielt habe ( raufen etc.) oder sogar typische Jungenfilme im Fernsehen geschaut habe ( Mac Gyver, Das A-Team etc.)....Häufig habe ich mir oder wem auch immer??? Geschichten erzählt, wenn ich alleine war...Auch jetzt in meinem Beruf ( Erzieherin) komme ich viel viel besser mit den Jungen, als mit den Mädchen zurecht....
    Ich brauche viel Zuwendung und Liebe, gleichzeitig brauche ich auch ganz oft Zeit für mich alleine und die Nähe ist mir manchmal auch zuviel...
    Ich würde mich selber als anstrengend bezeichnen, da ich mir immer viele Gedanken mache und das auch loswerden muss....Wow, das tut gut, das ganze mal loszuwerden....

  • #59

    Chalin 28 J. (Donnerstag, 20 August 2015 15:15)

    Anhang zum Brainstorming:
    1. in der Kindheit/ im Jugendalter ebenfalls immer Einzelkontakte gehabt ( keine Clique, nur einzelne Freundinnen gehabt), jetzt als Erwachsene immernoch nur mehrere Einzelkontakte zu verschiedenen Freundinnen/ Freunden
    2. Wunsch nach Clique, größeren Freundeskreis besteht !!! ( aber am liebsten würde ich die Einzelpersonen, mit denen ich befreundet bin alle zusammen führen, andererseits Angst, sie könnten sich gegenseitig besser miteinander verstehen und sich dann von mir abwenden...)
    3. Ich bekomme alle Krankheiten ab, meine großen Geschwister
    ( 1 Bruder 8 Jahre älter, 1 Schwester 10 jahre älter) haben anscheinend nichts abbekommen....( seit kurzem Schilddrüsenunterfunktion, nun Borreliose trotz erst 2.Mal im Leben von Zecke gebissen!!!!, seit ich Kind bin verschiedene Allergien etc.)
    4. Ich versuche die Familie immer zusammen zu halten und bin der vermittelnde Teil in dem System....-> das ist anstrengend!!!!!!!
    So, tut mir leid, für soviele Informationen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich jemals das Gehör von irgend jemanden dafür bekomme, so wie ich es mir wünsche...! Traurig aber wahr...

  • #60

    Timo 5382 (Samstag, 29 August 2015 09:54)

    Hey
    Meine Geschichte mit meinem Zwilling ist etwas anders als es eigentlich bekannt ist. Auch ich habe meinen Zwilling verloren nur nicht normal,
    Meiner Mutter wurde im sechsten Monat von meinem Onkel ohne Grund zwei mal in den Bauch getreten, Wir sollten beide nie geboren werden, doch ich habe überlebt. Alles zu erklären wäre zu lange. Aber er ist immer bei mir und ich bin er, er ist ich aber nix hilft den Erich ist ich und seine Persönlichkeit bin auch ich. Ich suche Hilfe aber es gibt keine. Was soll ich tun außer ihm folgen

  • #61

    Cherrysan (Samstag, 05 September 2015 15:47)

    Huhu,

    ich bin nicht sicher ob mich das Thema direkt betrifft, aber ich verfolge es mit großem Interesse und Mitgefühl.Ich weiß dass meine Mutter einige Fehlgeburten vor mir hatte, und dass die Ärzte ihr verboten haben auch nur auf zu stehen während einem Teil der Schwangerschaft. Ich weiß auch, dass es eigentlich geheißen hatte ich solle ein Junge werden. Meine Eltern hatten sich auch darauf eingestellt, und waren sehr überrascht dass ich doch ein Mädchen geworden bin. Ich war ein Frühchen.
    Ich weiß dass meine Eltern mir nicht böswillig etwas verschweigen würden. Aber dass meine Mutter mal Opfer einer Vergewaltigung geworden war, und abgebtrieben hatte, erfuhr ich aber trotzdem nur durch Zufall, als ich 16 war in einem Gespräch mit meinem Vater. Solche Informationsfragmente habe ich immer nur angenommen und keine Fragen dazu gestellt, weil ich gespürt habe wie heikel das Thema ist.

    Zwillinge waren aber immer etwas Besonderes für mich. Und ich liebte Babys, wobei ich mich zugleich seltsamer Weise vor ihnen fürchtete. Fürchten in dem Sinn, dass ihnen bei mir etwas geschehen könnte. Ich weiß, dass in meiner Familie Zwillinge nicht so unüblich sind. Auch mein großer Halbbruder aus der ersten Ehe meines Vaters, hat ein Zwillingspaar.

    Ich komme mir komisch vor, da ich mir auch nur einreden könnte es kann mich betreffen..aber vieles kann ich nicht von der Hand weisen was schon erwähnt wurde.

    Mit 12 hab ich einen imaginären Freund gehabt, aber das hörte sich wieder auf als es mir zu creepy wurde. Für mich war er immer nur ein Teil von mir selbst, wobei ich immer hoffte einen Mann zu finden der so lieb wäre wie er.

    Jetzt bin ich glücklich verheiratet, wünschte mir schon öfter insgeheim Zwillinge...besonders wenn ich die erwachsen werdenden Zwillinge meines Bruders sehe und wie lieb die miteinander sind. Aber hormonelle Schwierigkeiten machen das zunichte. Ich produziere zu viele männliche Hormone...was irgendwie seltsam ist, da ich schon von Kind an sehr gern den Bub gespielt habe bei Kinderspielen, das machte mir nichts aus. Und heute wenn ich RPGs schreibe, schreibe ich auch lieber Männer als Frauencharaktäre....wieso ist für mich schwer zu begreifen. Aber es hängt damit zusammen dass ich schon im richtigen Leben der Welt so gerne einen Mann gegeben hätte, der so lieb ist wie der imaginäre Freund den ich hatte.

    Fakt ist, ich weiß es nicht. Aber als ich die Beiträge gelesen habe, musste ich auch fast weinen. Ich weiß dass ich Geschwister verloren habe, auch wenn es nicht meine Zwillinge oder Drillinge waren. Ich glaube aber auch fest daran dass die Seele weiter lebt. Ihr bestätigt mir das auch selbst, durch eure Worte, dass ihr sie spürt...

    Und ich weiß dass ich sie eines Tages drüben wieder sehen werde. Solange muss ich eben noch warten. Aber ehrlich gesagt, ich freue mich wenn es so weit ist, und ich erstens Bescheid weiß, und zweitens alle die auch zur Familie gehören und ich nicht mehr umarmen konnte dann im Arm halten kann.

    Danke für eure Aufmerksamkeit.


    Lg

  • #62

    Birgit56 (Dienstag, 29 September 2015 10:32)

    Hallo
    Vor 21 Jahren war ich schwanger mit Zwillingen. In der 11Woche habe ich einen Zwillinge verloren. Mein Sohn kam 2Wochen vor errechneten auf die Welt. 6Jahre danach brachte ich ein Mädchen zur Welt. Alles schien perfekt.Aber mein Sohn stellte mir schon früh die Frage:Mama ich fülle mich so alleine stimmt mit mir was nicht?
    Als er in die Pubertät kam ,versuchte er sich mit Tabletten umzubringen.
    Er musste in Phychologische Behandlung. Man schob das ganze auf seine Pubertät und er sei Renitänt.Das wäre so in dem Alter. Zwei Monate später wollte er sich wieder um bringen. Und diesesmal kamm er in eine Klinik für drei Monate . Wurde wieder af Renitänts und Persönlchkeitsstörung behandelt. Wirklich geändert hat sich nichts .
    Mein Sohn hat sein Abi gemacht und wollte studieren aber diese dauernde innere leere blieb. Er weinte nur noch .2014 ging er freiwillig in eine andere Klinik und da stellte sich heraus ,er hat starke Depressionen.
    Er bekam Antidepressivas. Aber der drank nicht mehr leben zu wollten wurde immer stärker.Er konnte nicht studieren ,weil seine Ängste und seine Antriebsschwäche immer grosser wurden . Selbst einfache Dinge wie Wäsche waschen und einkaufen kosteten grosse Überwindung.
    Mein Sohn wuste seid er 8Jahre war das er ein Zwilling war. Wir haben will darüber geredet. Habe ihm erzählt ,das der andere Zwilling doch nicht auch die Erde wollte. Versuchte alles um ihm zu helfen. Er liebte seine kleine Schwester über alles,haben sich nie gestritten.war eine einzige Harmonie.
    Und doch ,am 17.8.2015 hat man meinen Sohn tot in einer Studentenwohnung gefunden. Er hat sich mit Kohlenmonoxid im Schlaf vergiftet. Hat sein zimmer aufgeräumt,seine Türen von inner zugeklebt mit Kreppband,das niemand anderes in Gefahr kommt.
    Er wollte nicht gefunden werden. Nun ist er da,wo er die ganze zeit sein wollte.Bei der anderen Zwillingsseele. Er hat viele Jahre gelitten. Viele Ärzte und Pychologen gehabt. Niemand ist auf die Idee gekommen ,seine Depression und der ganze Leidensdruck könnte mit dem was er im Mutterleib erlebt hat zutun haben. Ich habe gegen Windmuhlen gekämpft und wurde belächelt.
    Ich lese aber hier ich lag garnicht falsch.
    Nur-jetzt ist mein Sohn tot.

  • #63

    Catarina Skirecki (Dienstag, 29 September 2015 10:47)

    Liebe Birgit, das tut mir von Herzen leid. Es gibt Geschehnisse, die liegen nicht in unserer Hand. Die Liebe zum Zwilling war grösser, als der Wunsch hier zu bleiben. Leider ist es in den therapeutischen Kreisen noch immer nicht sehr verbreitet , welche Auswirkungen ein verlorener Zwilling hat.
    Seid gut mich euch in der Familie. Und deinem Sohn wünsche ich, dass er ins Licht geht, dorthin, wo er Frieden finden kann. Die allerbesten Herzenswünsche für euch alle! Catarina

  • #64

    Matilde (Mittwoch, 30 September 2015 22:07)

    Hallo,
    Ich habe in der dritten ssw Woche erfahren,dass ich eigentlich zwei Babys bekommen würde aber der eine sich nicht weiter entwickelt. Beim nächsten Arztbesuch war auch nur noch ein Baby da. Ich war froh,dass der andere Fötus sich gut weiter entwickelt und ich nun einen gesunden 4. Monaten alten Sohn habe.
    Allerdings träume ich oft von meiner "Tochter". Es verwirrt mich so. Ist es der Fötus der abgegangen ist? Kann es sein? Ich hoffe eine Antwort zu bekommen.
    Danke

  • #65

    Daniela (Freitag, 16 Oktober 2015 09:56)

    Bin eineiiger Zwilling.Meine Schwester verstarb 10 Tage nach der Geburt.Die Seiten haben mir gutgetan.Ich bin nicht allein mit meinen Empfindungen,

  • #66

    Moni (Freitag, 16 Oktober 2015 11:30)

    Ich habe es heute von meiner Mama gesagt bekommen. Der Arzt '' Scherzte'' damals und sagte; ,,Na das könnten doch fast zwei sein``.
    als Sie dann einen Blutigen Abgang hatte, hat sie nur gewusst das es zwei waren. Meine Mutter hat es meinen Vater nie gesagt. Sie wollte es erst mir erzählen und ich finde es gut. Die Seite hat mir gezeigt das das es normal ist für zwei zu Kämpfen.

    Ich wünsche euch viel Glück, Hoffnung und Lebenskraft.

  • #67

    Jaharana (Sonntag, 25 Oktober 2015 13:01)

    Seit einer Systemaufstellung vor 2 1/2 Jahren beschäftige ich mich mit de Thema "verlorener Zwilling". Ich habe ein Zwillingsseminar besucht und viele Bücher darüber gelesen. Seit 5 Jahren bin ich mit meinem Partner zusammen und wir "kämpfen uns durch". Wir haben schöne Zeiten, aber auch sehr schmerzliche und kräftezehrende Tage. Das Zwilling-Beziehungs-Thema ist so vielschichtig! Ich habe oft den Eindruck, dass die sogenannten "Zwillingsforscher" da draußen nur einzelne Facetten betrachten. Niemand ist einfach nur ein verlorener Zwilling. Daneben gestalten das Umfeld, die Konstitution, die Familie, Erfahrungen aus früheren Generationen eine Person und ihre Situation derart individuell, dass Ratgeber oder "einfache Lösungen" selten passen. Es ist in jedem Fall eine indivuduelle Therapie oder ein individuelles Coaching sinnvoll. Um ehrlich zu sein hat mich das Zwillings-Seminar, bei dem ich war noch mehr verunsichert. Einige Teilnehmer wurden derart vor den Kopf gestoßen, dass Aggression und Ablehung entstand. Falls jemand von euch so ein Seminar im Auge hat, bitte passt auf euch auf. Noch heute macht mich das Verhalten des Seminarleiters wütend. Meine derzeitige Aufgabe ist, meine Schwächen und die Schwächen meines Partners zu akzeptieren.
    Alles Liebe und Gute für euch!!!!!!

  • #68

    Jaharana (Dienstag, 27 Oktober 2015)

    Nocheinmal ich: Mit dem obenen beschriebenen Seminar meine ich natürlich kein Seminar von Catarina Skirecki! Hät ich vielleicht dazuschreiben sollen!

  • #69

    Rebi (Sonntag, 17 Januar 2016 20:02)

    Hallo,

    vor 4 Tagen habe ich erfahren, dass wohl mein 8 Monate alter Sohn einen Zwilling hat(te), er ist schon an einer Niere operiert worden, er weint sich in jeden schlaf, auch wenn wir ihn im Arm halten. Können wir ihm irgendwie helfen in seiner Trauer? seit ich dies weiß ist es für mich ein komisches Gefühl

  • #70

    Catarina (Dienstag, 19 Januar 2016 19:17)

    Hallo Rebi,

    das versteh ich. Wenn du magst, kannst du mich anrufen und wir sprechen darüber. Das ist leichter, als hier zu schreiben: 030-92372178.

    Herzlich
    Catarina

  • #71

    Nina 14 J. (Mittwoch, 27 Januar 2016 18:15)

    Hallo,

    Seit ca. 1Jahr weiß ich auch das ich einen Zwilling in der Schwangerschaft verloren habe.Ich bin aber oft sehr traurig, ich hatte schon immer ziemliche schuldgefühle und hasse mich einfach. Ich weine manchmal und weiß nicht warum. Es fehlt einfach manchmal was und ich fühle mich alleine.Ich weiß nicht ob das wegen meinem verloren Zwilling so ist.

  • #72

    Jule (Montag, 07 März 2016 02:12)

    Hallo,

    erleichternd zu lesen das man damit nicht alleine ist. Ich bin eineiiger Zwilling, Schwester vor der Geburt verstorben. Mit 7 hat man es mir gesagt, mit knapp 23 Jahren begriffen weshalb ich diese Einsamkeit in mir trage, ein Leben lang. Diesen Stich, den Schmerz der direkt ins Herz zu gehen scheint, kann nur jemand nachempfinden der genauso rastlos ist. Letzten Sommer dachte ich: "Ich gebe mir noch ein Jahr Zeit, bis zum nächsten Sommer und wenn sich nichts tut, dieser Schmerz kein Ende findet werde ich mich umbringen." Ich habe es niemandem erzählt, auch meinem Freund nicht. Ich wünsche mir so sehr eine Schwester...

  • #73

    Catarina (Dienstag, 08 März 2016 10:05)

    Liebe Jule,

    bitte such dir therapeutische Unterstützung. Es geht einigen Menschen, wie dir und es gibt Wege aus dieser Hoffnungslosokeit. ich habe es vielfach erlebt. Du kannst dich auch bei mir melden, Ich bin die Betreiberin dieser website. tsewa@gmx.de.

    Eine Umarmung
    Catarina

  • #74

    Monika, 56 J. (Mittwoch, 09 März 2016 18:52)

    Hallo Catarina und alle Anderen.

    Heute habe ich zum ersten Mal davon gehört, dass meine langjährigen Depressionen in Zusammenhang mit meinem verlorenen Zwilling stehen könnten.
    Als ich 17 Jahre alt war hatte ich eine Notoperation bei der ein Arzt feststellte, dass ich eine Zyste, die mit Haaren und Zähnen gefüllt war, in meiner Bauchhöhle hatte. Diese Zyste war perforiert und hat zu schweren Entzündungen geführt. Der Doc erklärte mir dann dass es sich um meinen Zwilling gehandelt habe der sich in mir festgesetzt hat.
    Vielleicht habe ich jetzt endlich einen Ansatz den ich mit meiner Therapeutin weiterverfolgen kann. Bisher habe ich es eigentlich immer verdrängt denn wenn ich mal andeutungsweise mit einem anderen Menschen oder sogar mit meinem Hausarzt darüber geredet habe fühlte ich mich nicht ernst genommen.
    Im Moment befinde ich mich gerade wieder in einem so tiefen Loch. Dabei wünsche ich mir doch eigentlich nur, dass ich mich mal wieder auf irgrndetwas freuen kann oder auch mal wieder richtig lachen kann.

  • #75

    Andrea (Sonntag, 13 März 2016 23:37)

    Hallo ihr Lieben,

    Ich bin 28 Jahre und weis schon seit meiner Kindheit dass ich eine ein eigige Zwillingsschwester gehabt hätte. Mein Zwilling ist in der 38 Schwangerschaftswoche im Mutterleib verstorben. Ich selbst bin daher mit einer Notoperation zur Welt gekommen, ich habe auch seit meiner Geburt eine leichte Hemiparese links.

    Als ich erfahren habe das ich einen Zwilling habe, habe ich ständig gefragt was wäre denn wenn sie jetzt da wäre. Sie ist immer ein Gesprächsthema für mich, nur leider red ich nicht mehr darüber, da die Erfahrung zeigte das es keiner so richtig verstehen konnte.

    In der Pupertät hatte ich auch oft das Gefühl als ob sie manchmal in mir weiter leben würde, ich hatte zeitweise immer so ein komisches Gefühl in mir das ich nur schwer beschreiben kann.

    Auch treten manchmal Menschen in mein Leben die sind mir auf dem 1. Blick an so wichtig, dass ich ihnen alles erzählen will und es ist für mich sehr schwer wen diese Menschen aus meinen Leben gehen. Bei diesen Menschen fällt es mir auch nicht sehr schwer körperliche Nähe zu zulassen, was ich bei denn anderen Personen in meinen Leben habe.

    Ach mir geht gerade soviel durch denn Kopf, ich fand mich oft wieder als ich das ganze gerade durch gelesen habe bin gerade voll an weinen weil ich überfordert bin mit meiner Reaktion.

    Allerdings hab ich weiter nach gegoogelt und da kam ich auf eine Seite mit Symptomen und da wurde ein Schmelzzwilling beschrieben.

    Sehr schnell sucht er durch
    viel Nähe beim Partner seinen verlorenen Zwilling. Dem Einling wird,vor allem wenn die erste Verliebtheit vorbei ist, dieses Nähebedürfnis zu viel. Der allein geborene Zwilling kennt dieses Zurückziehen von damals im Mutterleib - eine Welt bricht zusammmen. Massive Ängste,
    den anderen zu verlieren und eine riesige Sehnsucht überfluten den
    überlebenden Zwilling.
    -> Genau so fühl ich mich wenn die erste Verliebtheitsphase rum geht. Und ich hatte das jetzt von zwei meiner Lebenspartnern.

    Gibt es für sowas auch eine Therapie das man dann eine gesunde Partnerschaft führen kann? Weil ich glaube schon dass ich durch mein Einengen bei einen meiner Partner sehr viel kaputt gemacht habe.

    Vielleicht bekomme ich ja eine Antwort
    kloine_andrea88@yahoo.de




  • #76

    Sabrina (Sonntag, 03 April 2016 16:48)

    Hallo ihr Lieben,
    ich bin mit eineiigen Zwillingen schwanger und wie es aussieht, hat es der eine wohl leider nicht geschafft, was uns unendlich traurig macht. Nun geht mir die Frage durch den Kopf, ob der überlebende Zwilling denn gesund ist? Denn sollte der erste aufgrund eines genetischen Defekts gestorben sein, dann hätte der zweite ja den gleichen Defekt in sich, da sie ja eineiig sind. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine und könnt mir ganz schnell antworten.

  • #77

    Noa (Mittwoch, 06 April 2016 18:16)

    Hallo ihr Lieben,
    vorab - ich finde es ist reiner Wahnsinn, wie man sich hier in vielen Kommentaren wiederfindet! Ich habe so lange nach Antworten gesucht und bin dank euch nun einen Schritt weiter! Mir geht es exakt genau so; ich habe auch das Gefühl, 2 Persönlichkeiten zu haben, habe irgendwie oft gespaltene Meinungen, fühle mich so oft einsam, bin auf der einen Seite auch gerne alleine, aber auf der anderen sehne ich mich so sehr nach Nähe, suche diese auch oft bei anderen Menschen. Ich merke aber einfach seit sehr, sehr langer Zeit schon, dass etwas fehlt. Ich habe da schon of mit meiner Mutter drüber gesprochen und auch mit einer Therapeutin, beide sind der Meinung es ist meine Zwillingsschwester die ich suche, etwas dass sie wohlmöglich ersetzt. Ich bin auch ein extrem anhänglicher Mensch und ertrage Trennungen schlecht bis gar nicht, ich leide sehr unter so etwas. Habe auch ebenfalls oft das Bedürfniss, wenn ich jemanden (meiner Meinung nach) besonderen kennen lerne, ihm alles zu erzählen!
    Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn sich der ein oder andere bei mir melden würde, damit man sich austauschen und eventuell auch gegenseitig helfen kann!
    Email : princessnoa24@yahoo.de

    Liebste Grüße,
    Noa

  • #78

    Jenny (Montag, 11 April 2016 13:12)

    Hallo,
    Mein Name ist Jenny, ich studiere Soziale Arbeit und schreibe gerade meine Bachelorthesis.
    Zunächst möchte ich euch sagen, dass ich großen Respekt davor habe, wie ihr alle mutig über euere Erfahrungen berichtet!
    Da ich über dieses Thema auch schon viel gelesen habe und es mich sehr interessiert, würde ich darüber auch gerne meine Bachelorarbeit schreiben.
    Nun würde mich am meisten interessieren, wie es euch damit geht, also eure Geschichte mit eurem verlorenen Zwillig.. es gibt evtl welche die bemerken den Verlust ihres Zwillings enorm und leiden stark darunter und dann gibt es evtl auch welche die sagen, ich habe einen verloreren Zwilling aber mir es geht es gut, beide Perspektiven würde ich wahnsinnig gerne in meiner Arbeit berücksichtigen.
    Villeicht könnt ihr mir dabei helfen, ich würde mich freuen wenn sich jemand bei mir melden würde.
    Liebe Grüße Jenny
    Email: Jenny.r2468@web.de

  • #79

    Tina (Samstag, 16 April 2016 15:02)

    Ich habe letzte Woche erfahren, daß ich (43) auch ein alleingeborener Zwilling bin, als ich bei einer Heilpraktikerin an einer Anamnese, Behandlung (Kinesiologie) teilgenommen habe. Dabei kam zu Tage, daß ich einen Zwillingsbruder hatte, der in der 7. Woche verloren gegangen ist (laut meiner Mutter war die Schwangerschaft ganz normal). Davon war ich erst einmal geschockt und habe natürlich im Internet recherchiert.
    Tja, leider bin ich bisher kinderlos (anscheinend eins der Symptome von alleingeborenen Zwillingen, aber ich bin zuversichtlich, daß dies durch Behandlung aufgehoben wurde), zweitens bin ich vielleicht hochsensibel (bei beruflichen Stress kann es wirklich passieren, daß ich in Mitarbeitergesprächen das Heulen anfange – obwohl ich mich durchaus beruflich als erfolgreich bezeichnen würde). Drittens ich habe eine Autoimmunkrankheit, Myome und Zysten. Viertens arbeite ich für zwei. Fünftens habe ich sehr gerne mit meinem 3 Jahren älteren Bruder und seinen Freunden gespielt (Fußball, Auto, Karrerabahn, Komikhefte wie Batman, etc.), aber auch mit einer Freundin Puppen gespielt). Sechstens, in beiden Familien (mütterlicherseits und väterlicherseits) gibt es einige Zwillinge. Ein weiteres Indiz könnte sein, daß ich sehr viele Artikel über Zwilinge gelesen habe (mein Bruder zum Beispiel nicht), dann war ich neidisch, daß ich keinen Zwilling hatte).
    Auf der anderen Seite bin ich bin nicht grundlos traurig, an Selbstmord habe ich eigentlich nie gedacht (vielleicht wären der Pubertät, aber wenn ich daran gedacht habe, dann habe ich sofort gedacht, das würde ich nie machen, dafür ist das Leben viel zu schön). Ich bin beruflich erfolgreich und ich bin seit fast 10 Jahren in einer glücklichen Beziehung.
    Ich möchte hier vor allem Müttern Mut machen, die alleingeborene Zwillinge bekommen. Die anderen wie mich (vermutlich), werden normalerweise, eher selten hier lesen und die tiefe empfundene Einsamkeit von vielen alleingeborenen Zwillingen teile ich nicht in diesem Ausmaß. Ich bin seit vielen Jahren dankbar für mein Leben (ich nehme nicht alles für selbstverständlich: meine Eltern, meinen Mann, gute Freunde, einen tollen Beruf) und mache das Beste daraus (ich habe akzeptiert, dass ich einen Bruder hatte und einiges macht jetzt mehr Sinn).

  • #80

    Miri (Montag, 18 April 2016 15:32)

    @ #27 Hannes
    Hallo Hannes, konnte mich damit
    ein bisschen identifizieren, was du geschrieben hast. Wie alt bist du denn?
    Gruß, Miri

  • #81

    Andrea (Dienstag, 19 April 2016 23:47)

    @Sabrina die am 03.4.16 einen Eintrag gemacht hat. In welcher Schwangerschaftswoche bist du denn?

  • #82

    Linda (Dienstag, 26 April 2016)

    Hallo, ich weiß seit etwa 12 Jahren, dass ich bis zur 6. SSW ein Zwilling war. Man hat mir immer gesagt, dass ich nicht so viel da rein interpretieren soll. Ich habe es nach einer Trennung von meinem damaligen Freund herausgefunden. Ich kann mich einfach nicht von Menschen (insbesondere Männer) lösen. Beruflich habe ich auch immer wieder Probleme. Kurz gesagt: neben Angstattacken in Konflikt- oder Trennungssituationen sowie einer tiefen Traurigkeit finde ich einfach nicht meinen Platz im Leben.

    Ich würde gerne wissen, ob jemand eine erfolgreiche (!) Therapie gemacht hat. Wer kann einem weiterhelfen? Welche Therapie ist wirklich geeignet? Wer kennt sich damit aus? Kennt jemand einen guten Trauma-Therapeuten?

    Ich bin langsam echt am verzweifeln, weil einfach keine Therapie "greift" :-( und ich nicht mehr weiß, was ich noch machen soll.

    Würde mich freuen, wenn mir jemand den einen oder anderen Tipp geben kann.

    vielen Dank vorab und liebe Grüße,
    Linda

  • #83

    Heidi (Donnerstag, 26 Mai 2016 01:53)

    Ich habe alle Einträge gwlwaen

  • #84

    jenny (Dienstag, 05 Juli 2016 00:36)

    Ich habe mal gehört dass das verlorene Zwilling Syndrom bedeutet das der eine den anderen zwilling gegessen hat ich weiß dass das echt creapy klingt aber ich wollte mal wissen ob es stimmt

    Vielen dank schon im vorraus für eure antworten